Annette Gude

Praxis für Traditionelle Chinesische Medizin
Hermann-Pflaume-Str. 16
50933 Köln

0221 / 29 53 662

Ausleitungsverfahren

Die Entstehung chronischer Erkrankungen wird durch die zunehmende Belastung unserer Umwelt mit Giften, wie z. B. Amalgam und Lösungsmitteln begünstigt.

Verfahren zur Ausleitung haben in der Naturheilkunde eine lange Tradition. Hierzu zählen zum Beispiel das Schröpfen, das Baunscheidtieren, die Blutegelbehandlung und die Anwendung von Cantharidenpflastern als Ausleitung über die Haut.

Des weiteren gibt es Möglichkeiten der Ausleitung über den Darm, die Nieren und die Lunge. Auch das Fasten, die Ableitungsdiäten sowie die Darmsanierung zählen dazu. Die Ausleitung soll hierbei ein "Zuviel" an belastenden Stoffwechselprodukten über die entsprechenden Organe aus- oder ableiten.

Auch bei Therapieblockaden hat sich die Entgiftung mittels Ausleitung bewährt. Gerade bei Belastungen mit Schwermetallen, wie Quecksilber (z.B. in Amalgamfüllungen) haben wir hier eine wertvolle Hilfe.

Eine sachgerechte Entgiftung entlastet den Organismus, kurbelt seine Regulationsfähigkeit an und ebnet den Weg für Heilungsprozesse.

Schröpfen

Beim Schröpfen werden die Haut und das darunter liegende Gewebe angezogen und gedehnt. Dazu verwendet man in der Praxis eigens dazu gefertigte Schröpfköpfe, die die Gestalt einer Glocke haben. In diesem Glas wird ein Vakuum erzeugt, so dass sich das Schröpfglas auf der Haut festsaugen kann. Dadurch wird die Mikrozirkulation von Blut- und Lymphflüssigkeit im darunter liegenden Gewebe angeregt.

Wirkungen:

  • über Reflexzonen werden innere Organe angeregt
  • das Immunsystem wird gestärkt
  • blutiges Schröpfen beseitigen Füllezustände, wie Bluthochdruck
  • krampflösend bei muskulären Verspannungen

Baunscheidtieren

Das Baunscheidtverfahren zählt ebenfalls zu den Ausleitungsverfahren. Es ist eine großflächige Hautreiztherapie, die durch Sticheln mit einem sogenannten Lebenswecker und anschließendem Einreiben mit einem ganz speziellen Baunscheidtöl eine starke Reizung der Haut verursacht. Auch hier werden die inneren Organe über die Reflexzonen angesprochen.
Es wird vor allem der Lymphfluss aktiviert, was einen  Lymphdrainageeffekt mit ausleitender Wirkung nahe kommt. Es wirkt tonisierend, durchblutungssteigernd und immunstimulierend.

Blutegel

Die Anwendung der Blutegel in der Medizin ist vermutlich so alt wie die Heilkunst selbst. Erste Aufzeichnungen finden sich in indischen Schriften schon vor 3000 Jahren. Das schwarz-bräunliche wurmartige Tier sondert bei seinem Biss ein Sekret mit medizinisch äußerst wirksamen Substanzen ab. Sehr bekannt ist das Hirudin welches oft in Krampfadersalben Verwendung findet. Das Hirudin sowie die anderen Inhaltsstoffe bilden zusammen eine komplexe Wirkstoffkombination, welche

  • blutgerinnungshemmende,
  • antithrombotische,
  • gefäßkrampflösende,
  • schmerzlindernde und
  • entzündungshemmende

Eigenschaften hat und damit in der Heilkunde bei den verschiedensten Erkrankungen eingesetzt wird. Bei dieser Behandlung kommt es zu einer Stoffwechselumstimmung des gesamten Organismus. Bislang ist es der Pharmaindustrie noch nicht gelungen einen chemischen Stoff herzustellen, der auch nur annähernd das leistet, was der Blutegel in seiner Gesamtwirkung auf den kranken Organismus zustande bringt.

Die heute in Praxen verwendeten Blutegel werden unter ständiger strenger ärztlicher Kontrolle in Deutschland gezüchtet.Traditionell wird der Blutegel bei folgenden Erkrankungen angewendet: oberflächlicher Venenentzündung, Ödeme, Unterschenkelgeschwüre, Bluterguss , Hämorrhoiden und Furunkel. Auch bei Mittelohrentzündungen, Sinnusitis, Tinnitus, Hypertonie, Nierenerkrankungen, Gichtanfall, Dysmenorrhoe, Migräne/Spannungskopfschmerz und Weichteilrheumatismus werden Erfolge erzielt.

Schröpfen in Köln